Die drei Bausteine der Server-Lizenzierung
Eine vollständige Windows-Server-Lizenzierung besteht aus drei Bausteinen. Der erste ist die Core-Lizenzierung des Servers selbst. Bei Standard und Datacenter wird nach physischen Prozessorkernen lizenziert. Microsoft legt eine Mindestabnahme pro Server fest, unabhängig von der tatsächlichen Kernzahl. Hat ein Server mehr Kerne, werden entsprechend mehr Core-Lizenzen benötigt.
Der zweite Baustein sind die CALs, die Client Access Licenses. Jeder Benutzer oder jedes Gerät, das auf den Server zugreift, braucht eine CAL. Der dritte Baustein betrifft die Virtualisierung: Die Edition bestimmt, wie viele virtuelle Instanzen eine Lizenz abdeckt, zwei bei Standard, unbegrenzt bei Datacenter. Essentials fasst diese Logik vereinfacht in einer einzigen Edition zusammen.
So bestimmen Sie Ihren Lizenzbedarf
- Hardware erfassen. Anzahl der physischen Prozessoren und Kerne pro Server. Daraus ergibt sich die benötigte Zahl an Core-Lizenzen.
- Zugriffe zählen. Anzahl der Benutzer und der zugreifenden Geräte. Die kleinere Zahl bestimmt den günstigeren CAL-Typ.
- Virtualisierung planen. Anzahl der geplanten virtuellen Maschinen pro Host. Sie entscheidet zwischen Standard und Datacenter.
- Sonderfall RDS prüfen. Wer Remote Desktop Services nutzt, ergänzt RDS-CALs zusätzlich zu den normalen CALs.



